Intern
    Studium Generale

    Programm Wintersemester 2012/'13

    Für Senioren, Gasthörer und Hörer aller Fakultäten bietet die Universität Würzburg auch im Wintersemester 2012/‘13 ein Studium Generale an.

    Das Programm ist inzwischen mit festen Strukturen im Vorlesungs- und Seminarverzeichnis der Universität verankert. Allen interessierten Hörerinnen und Hörern soll auf diesem Weg und ganz im Sinne der Idealvorstellung von lebensbegleitender Bildung der Zugang zu wissenschaftlichen Lehrveranstaltungen der Universität eröffnet werden.

    Ringvorlesungen und Vorlesungsreihen

    Ringvorlesung "Kulturstadt Würzburg - Kunst, Literatur und Wissenschaft in Spätmittelalter und Früher Neuzeit"

    Organisation: Institut für Deutsche Philologie, Prof. Dr. Dorothea Klein; Institut für Geschichte, Prof. Dr. Franz Fuchs

    Das reiche kulturelle Erbe Würzburgs, das aus Mittelalter und Früher Neuzeit auf uns gekommen ist, begründet den Rang der fränkischen Bischofs- und Universitätsstadt als Kulturmetropole. Die Ringvorlesung würdigt in ihren Vorträgen herausragende Zeugnisse der bildenden Kunst, Architektur, Musik und Literatur. Dabei wirft sie aber auch Schlaglichter auf Personen, Institutionen und kulturelle Techniken, die eine entscheidende Rolle für die Förderung von Kunst, Literatur und Wissenschaft in Würzburg gespielt haben.
    Zeitlich soll der Bogen von etwa 1300 bis zum Ende der Echterzeit im frühen 17. Jahrhundert gespannt werden. Beteiligt sind Wissenschaftler der Universität Würzburg, aber auch namhafte auswärtige Experten. Das fachliche Spektrum reicht von Geschichte und Kunstgeschichte über Musikwissenschaft und Medizingeschichte bis zur lateinischen und deutschen Philologie und der Buchwissenschaft.

    jeweils dienstags, 19:00 Uhr; Neue Universität, Sanderring 2, Hörsaal 166 

    • 23.10.2012, Udo Kühne, Kiel: Das Hausbuch als Literaturzentrum. Michael de Leone: Sammler lateinischer und deutscher Texte

    • 30.10.2012, Bernhard Schnell, Göttingen: Ortolf von Baierland und die Würzburger Medizin im späten Mittelalter

    • 06.11.2012, Stefan Tomasek, Würzburg: Deutsche Lyrik in der Bischofsstadt: Würzburger Liederhandschriften

    • 13.11.2012, Andreas Haug: Würzburg: Würzburger Kirchenmusik vom 14. Jahrhundert bis in die Echterzeit

    • 20.11.2012, Franz Fuchs, Würzburg: Bischof Johann von Egloffstein und die Gründung der Universität Würzburg im Jahre 1402

    • 27.11.2012, Klaus Arnold, Würzburg: Pädagogik und Humanismus in Würzburg um 1500. Hieronymus Schenck von Siemau und Johannes Pfeiffelmann

    • 04.12.2012,  Damian Dombrowski, Würzburg: Irdische Fenster zur Ewigkeit: Tilman Riemenschneider und die Grabplastik

    • 11.12.2012, Falk Eisermann, Berlin: Der Buchdruck in Würzburg um 1500

    • 18.12.2012,  Joachim Hamm, Würzburg: "die gesellschaft hats gedichtet / auf unser Frawenberg". Der Würzburger Aufstand von 1525 im Spiegel der Literatur des 16. Jahrhunderts

    • 08.01.2013, Stefan Kummer, Würzburg: Die Architektur Würzburgs in der Echterzeit

    • 15.01.2013, Roland Borgards, Würzburg: Herbipolis Wurtzgärtlein. Friedrich Spee in Würzburg

    • 22.01.2013,  Helmut Flachenecker, Würzburg: Der Chronist des Bischofs: Lorenz Fries

    • 29.01.2013, Ulrich Schlegelmilch, Würzburg: Medizinische Wissenschaft in Würzburg in der Frühen Neuzeit

    • 05.02.2013,  Johannes Merz, Würzburg: Julius Echter als Förderer von Bildung und Wissenschaft

    Vortragsprogramm Ägyptologie:

    aufzurufen unter: http://www.aegyptologie.uni-wuerzburg.de/vortraege/

    2 bis 3mal jährlich finden in der Zentralbibliothek am Hubland

    Werkstattgespräche mit Autoren der deutschen Gegenwartsliteratur“

    statt. Diese Lesungen werden vom Universitätsbund Würzburg und dem Institut für Deutsche Philologie der Universität Würzburg veranstaltet. Der Eintritt ist frei.

    Nächste Veranstaltung:

    27.09.2012, 19.00 Uhr – Werkstattgespräch mit Marcel Beyer

    "Bibliothek für alle"

     Um jedem die Möglichkeit zu bieten, die umfangreichen und vielfältigen Angebote der UB kennenzulernen und zu nutzen, bietet die UB Führungen unter der Überschrift „Bibliothek für alle“ an. An den Führungen können alle Interessierten ohne Anmeldung teilnehmen.

    Die Führungen finden in der Zentralbibliothek am Hubland statt. Treffpunkt ist jeweils um 16:30 Uhr an der Infotheke.

    Veranstaltungsinfos und Termine unter:

    www.bibliothek.uni-wuerzburg.de/service0/veranstaltungen_der_ub/bibliothek_fuer_alle/

    Sondervorlesungen für Senioren und Gasthörer

    Gerne können Sie – neben Veranstaltungen ohne Zulassungsbeschränkungen aus dem regulären Verzeichnis – aber auch folgende, speziell für den Bereich Senioren- und Gaststudium zugeschnittene Vorlesungen besuchen:

    • 1330014, Prof. Dr. Max Camenzind: Unser Universum – kein Anfang, kein Ende?  (Vorlesung), montags, 14:00-16:00 Uhr, 14täglich, ab 22.10.2012 (bis 28.1.2013),

    Röntgenring 12, Alte Augenklinik, Oswald-Külpe-Hörsaal, 1 SWS

    Informationen unter:

    www.lsw.uni-heidelberg.de/users/mcamenzi/Kosmos_WS12.html

    • 1330015, Prof. Dr. Josef Kern: Übungen im Betrachten von Kunstwerken, donnerstags, 12:00 bis 14:00 Uhr, 14täglich, ab 18.10.2012, 12:00 bis 14:00 Uhr, Einführung: Röntgenring 10 – HS 213, 1 SWS

    Führungen und Einzelvorträge

    Botanischer Garten

    Termine und aktuelle Informationen zum Veranstaltungsprogramm finden Sie auf der Homepage: http://www.bgw.uni-wuerzburg.de/startseite/

    Die Rundgänge dauern etwa 1,5 Stunden. Treffpunkt: Foyer des Tropenschauhauses.

    Ansprechpartner: Dr. Gerd Vogg, Julius-von-Sachs-Platz 4, D-97082 Würzburg vogg@botanik.uni-wuerzburg.de vogg@botanik.uni-wuerzburg.de Tel.: 0931 31 86239

    Adolf-Würth-Zentrum für Geschichte der Psychologie

    Die Besichtigung der Ausstellung dauert 60 Minuten. Die Führung übernimmt Prof. Dr. Armin Stock.

    Voranmeldungen bitte unter: Tel.: 0931 / 31-84777 bzw. awz@uni-wuerzburg.de

    Weitere Informationen: http://www.awz.uni-wuerzburg.de/

    !NEU!: Klinik und Poliklinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie

    Dritte Würzburger Informationsveranstaltungen zum Thema

    Vorbeugung und Behandlung häufiger psychischer Beschwerden

    20.02.2013; Prof. Dr. Deckert: Wann macht Angst krank

    und was kann ich dagegen tun?

    24.04.2013; Dr. Warnings: Zuviel oder zuwenig - Essstörungen

    und ihre Behandlung.

    05.06.2013; PD Dr. Polak: Alkohol: Kultur

    und Abhängigkeit

    25.09.2013; Prof. Dr. Domschke: Wann wird

    aus Traurigkeit Depression?

    13.11.2013; Dr. Polak, Dr. Leonhard:

    Geistige Fitness bis ins hohe Alter.

    Ort: Barockhäuser (ehemal. Greisinghäuser),

    Neubaustr. 12

    jeweils 19:00 bis 20:30 Uhr

    Martin-von-Wagner-Museum

    Die Führungen und Vorträge werden von der Museumsinitiative organisiert und von Fachstudierenden durchgeführt. Sie finden jeweils sonntags statt und dauern etwa 1 Stunde. Beginn 11:00 Uhr, Gebühr pro Person 2.-€, Kinder und Studierende 1.-€. Der Eintritt ins Museum ist frei. Über die jeweiligen Ausstellungs- und Führungstermine können Sie sich auf der Homepage informieren:

    www.museum.uni-wuerzburg.de

    Angebote aus dem regulären Programm

    Ausdrücklich eingeladen sind Senioren und Gasthörer auch zu den hier aufgeführten Veranstaltungen aus dem regulären Vorlesungsverzeichnis.

    Kunstgeschichte                        

    • 0408101, Prof. Dr. Stefan Kummer: Grundzüge des barocken Schlossbaus in Europa  (Hauptvorlesung), freitags, 10:00 bis 12:00 Uhr, Philosophiegebäude am Hubland, Hörsaal 02, ab 19.10.2012, 2 SWS

    • 0408114, Prof. Dr. Damian Dombrowski: Spanische Malerei des "siglo de oro" (Vorlesung), dienstags, 08:00 bis 10:00 Uhr, Philosophiegebäude am Hubland, Hörsaal 2, ab 23.10.2012, 2 SWS

    •  0408109, Dr. Verena Friedrich: Kulturgeschichtliche Grundlagen 2: Mythologie, profane Themen und Emblematik (Seminar), montags, 14:00 bis 16:00 Uhr, Philosophiegebäude am Hubland, Übungsraum 18, ab 22.10.2012, 2 SWS

    • 0408103, Dr. Meinolf Siemer: Hauptwerke der europäischen Renaissance- und Barockmalerei: Malerei der Hochrenaissance in Italien (Seminar), dienstags, 16:00 bis 18:00, Philosophiegebäude am Hubland, Übungsraum 18, ab 23.10.2012, 2 SWS

    Klassische Philologie

    • 0401114, Dr. Holger Essler: Quellen zu Alltagsleben, Religion und Kult im ptolemäischen und römischen Ägypten (Übung), donnerstags, 16:00 bis 18:00 Uhr, Residenz – Raum 3.23, ab 18.10.2012, 2 SWS

    Medizin

     •  0382300, Prof. Dr. Martin Krupinski: Forensische Psychiatrie (Vorlesung), donnerstags, 16:30 bis 18:00 Uhr, Nervenklinik Hörsaal, ab 18.10.2012, 2 SWS

    • 0304040, Prof. Dr. Dr. Hermann Faller: Medizinische Psychologie und Soziologie (Vorlesung), montags, 10:15 bis 11:45 Uhr, Zahnklinik - Großer Hörsaal, ab 22.10.2012, 2 SWS

    Germanistik

    • 0406221, Dr. Thomas Franke: Goethe: Die Wahlverwandtschaften (Seminar), mittwochs, 12:00 bis 14:00 Uhr, Zentrales Hörsaal- und Seminargebäude am Hubland, Raum 2.011, ab 17.10.2012, 2 SWS

    Inhalt: Anhand der Lektüre des Romans sollen typische Themen- und Problemstellungen Goethes in dieser Epoche seines Werkes behandelt werden.

    Textgrundlage: Reclam, Universal-Bibliothek, Nr. 7835.

    Romanistik

    • 0409512, Prof. Dr. Martha Kleinhans: Transkulturelle italophone Literatur (Hauptseminar), dienstags, 8:00 bis 10:00 Uhr, Philosophiegebäude am Hubland, Übungsraum 19, ab 23.10.2012, 2 SWS

    Das Hauptseminar setzt sich mit der aktuellen Literatur italienisch schreibender Schriftsteller mit Migrationshintergrund auseinander. Bewusst wurden zwei geographisch-historisch  konträre Schwerpunkte gewählt:

    1. Literatur von Autoren aus früheren Ostblockstaaten (Albanien (Ibrahimi, Vorpsi), Transnistrien (Lilin)),

    2. Literatur von Autoren, die aus afrikanischen Ländern stammen, wie etwa aus den früheren italienischen Kolonien (Libyen (Ghermandi), Ostafrika (Scego, Ubax Ali-Farah) oder aus Algerien (Amara Lakhous), Senegal (Pap Khouma), Togo (Komla-Ebri).

    In deren Werk kommt es zu einer Vermischung und Verflechtung verschiedener Kulturen, so dass man von einer transkulturellen italophonen Literatur sprechen kann.

    Das Seminar verfolgt folgende Ziele:

    1. In der kontroversen Diskussion konkurrierender Begrifflichkeiten soll die Tragfähigkeit des Konzepts „transkulturelle italophone Literatur“ überprüft und eine theoretische Basis gesucht werden.

    2. Am Paradigma der innovativen italophonen Literatur soll der Wert subtiler literatur- und kulturwissenschaftlicher Techniken und Methoden für  die aktuell äußerst virulente, globale  gesellschaftliche Herausforderung der Migration aufgezeigt werden.

    Die internationale Tagung vor Beginn des Wintersemesters ermöglicht es  den Studierenden Experten aus Italien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Belgien und den Niederlanden  mit ihren je verschiedenen Forschungstraditionen und Deutungsansätzen kennenzulernen und mit ihnen über die behandelte Literatur zu diskutieren. Im anschließenden Wintersemester sollen die Kenntnisse sodann in mehreren Sitzungen vertieft und die Seminararbeiten vorgestellt werden.

    Hinweise: Die Veranstaltung kann entweder als kulturwissenschaftliches Hauptseminar oder als literaturwissenschaftliches Hauptseminar verbucht werden.

    Das Hauptseminar findet in Verbindung mit der DAAD-Tagung statt. Die Teilnehmer sollen an der Tagung (9.-12. Oktober, Toscanasaal der Residenz) als Zuhörer und Diskutierende teilnehmen. Als Teilleistung für den Seminarschein ist an ein Protokoll einer Tagungseinheit gedacht als Basis für die später anzufertigende schriftliche Seminararbeit. Die Sitzungen im laufenden Wintersemester werden noch festgelegt. Bitte um schriftliche Anmeldung per e-mail sowie nähere  Angaben (Notenverbuchung, Gasthörer, Studiengang, Interesse für bestimmten Autor etc.)! Das genaue Tagungsprogramm und mögliche Referatthemen werden an die Teilnehmer über e-mail versendet.

    • 0409543, Gabriella De Rossi Herrmann: Einführung in die Landeskunde Italiens (Übung), freitags, 8:00 bis 10:00 Uhr, Philosophiegebäude am Hubland, Übungsraum 21, ab 19.10.2012, 2 SWS

    Inhalt: Der Kurs vermittelt grundlegende Kenntnisse über Italien und die italienische Gegenwart.

    Ein Exkurs durch die Regionen bietet einen Überblick über die geographischen Merkmale des Landes, seine Menschen, Kultur, Gepflogenheiten, Traditionen und Wandlungen.

    Literatur: L. Cusimano, L. Ziglio, Qua e là per l’Italia, Hueber Verlag.

    Hinweise: für Hörer aller Fakultäten

    Voraussetzungen: bestandener Kurs Italienisch 1 

    • 0409552, Gabriella De Rossi Herrmann: Landeskunde und Kulturwissenschaft 1  [Italienisch] (Übung), freitags, 12:00 bis 14:00 Uhr, Philosophiegebäude am Hubland, Übungsraum 10, ab 19.10.2012, 2 SWS

    Inhalt: Ricerche, discorsi e commenti su temi di civiltà e cultura. Muovendo da temi di civiltà e cultura italiana si approfondiscono le conoscenze avviate nei corsi introduttivi. Nello studio dell’attualità italiana e dei fenomeni sociali culturalmente rilevanti si dà spazio alla riflessione sugli aspetti riguardanti la comunicazione e l’interazione interculturale. Nel corso dell’esercitazione vengono elaborate brevi tesine.

    Mittelalterliche Geschichte

    • 0407303, Prof. Dr. Franz Fuchs: Europa im Zeitalter der frühen Karolinger (Vorlesung), mittwochs, 16:00 bis 18:00 Uhr, ab 24.10.2012, Philosophiegebäude am Hubland, Hörsaal 02, 2 SWS

    Inhalt: Die Vorlesung gibt einen problemorientierten Überblick zur Entwicklung des fränkischen Reiches vom Ende des 7. Jahrhunderts bis zur Mitte des 9. Jahrhunderts und behandelt somit "eines der eindrucksvollsten Beispiele frühmittelalterlicher Großreichsbildung". Der Schwerpunkt wird dabei auf der Zeit Karls des Großen (784 - 814) liegen.

    Literatur: Becher, Matthias, Merowinger und Karolinger (Geschichte kompakt), Darmstadt 2009; Busch, Jörg, Die Herrschaften der Karolinger (EDG 88), München 2011; Schieffer, Rudolf, Die Zeit des karolingischen Großreiches (714-887) (Gebhardt. Handbuch der deutschen Geschichte 2), Stuttgart 10 2005; Schieffer, Rudolf, Die Karolinger (Urban-Taschenbücher 411), Stuttgart 4 2006; Schneider, Reinhard, Das Frankenreich (OGG 5), München 4 2001.

    Alte Geschichte

    0407403, Prof. Dr. Rene Pfeilschifter: Spätantike Geschichte im Zeitalter Justinians und Herakleiosʼ (Vorlesung), mittwochs, 14:00 bis 16:00 Uhr, ab 24.10.2012, Philosophiegebäude am Hubland, Hörsaal 04, 2 SWS

    Inhalt: Beim Herrschaftsantritt Kaiser Justins I. 518 beherrschten die Römer nur noch den östlichen Mittelmeerraum, der Westen war an Ost- und Westgoten, Franken, Angeln und Sachsen verloren. Trotzdem war die Einheit dieses Kulturraums nicht zerbrochen, die Germanen erkannten die Oberhoheit Konstantinopels an und führten viele Traditionen Roms weiter, nicht zuletzt die christliche. Das Ende der Antike bezeichnete ein anderer Einbruch: die Eroberung weiter Teile der Levante, von Syrien bis Nordafrika, durch die islamischen Araber. Das römische Reich überlebte mit knapper Not und wurde zum byzantinischen, Herakleios († 641) war der letzte antike Kaiser. Die Vorlesung zeichnet die Ereignisse dieser gut 120 Jahre nach, im Osten wie im Westen. Besonderes Augenmerk gilt der fortschreitenden Durchdringung des gesellschaftlichen Lebens durch das Christentum, aber natürlich auch den beiden großen Herrschern der Epoche: dem rastlosen Justinian, der den halben Westen wiedereroberte, dann aber mit einer Vielzahl von Katastrophen, insbesondere der Pest, fertig werden musste, und dem kühnen Herakleios, der dank seiner Feldzüge gegen die schon triumphierenden Perser Anspruch auf einen besonderen Heldenplatz in der römischen Geschichte hat – wenn er nicht ein paar Jahre später den Arabern unterlegen wäre.

    Literatur: J. B. Bury, History of the Later Roman Empire from the Death of Theodosius I. to the Death of Justinian (A.D. 395 to A.D. 565), Bd. 2, London 1923; ders., A History of the Later Roman Empire from Arcadius to Irene (395 A.D. to 800 A.D.), Bd. 2, London 1889; Jochen Martin, Spätantike und Völkerwanderung (Oldenbourg Grundriss der Geschichte 4), München 19953; Hartmut Leppin, Justinian. Das christliche Experiment, Stuttgart 2011; Ernest Stein, Histoire du Bas-Empire, Bd. 2, Paris u. a. 1949; Averil Cameron, The Mediterranean World in Late Antiquity 395-700 AD (Routledge History of the Ancient World), London u. a. 20122.

    Ägyptologie

    • 0405522, Prof. Dr. Martin A. Stadler: Einführung in die ägyptische Schrift-, Sprach- und Literaturgeschichte (Vorlesung), montags, 16:00 bis 17:00 Uhr, Residenz - Raum 1.43, ab 22.10.2012, 1 SWS

    Die Vorlesung gibt einen groben Überblick über die Schriftentwicklung in Ägypten sowie über die verschiedenen Textgattungen und literarischen Themen in den verschiedenen Epochen der altägyptischen Geschichte. Die Vorlesung setzt keine Ägyptisch- oder Hieroglyphenkenntnisse voraus. Sie wird gemeinsam mit der Vorlesung „Würzburger ägyptologische Forschung“ in Form einer 60minütigen Klausur geprüft.

    • 0405515, Dr. Eva Lange:  Würzburger ägyptologische Forschung (Vorlesung), montags, 17:00 bis 18:00 Uhr, Residenz - Raum 1.43, ab 22.10.2012, 1 SWS

    In den letzten Jahren hat sich die Ägyptologie verstärkt der archäologischen Erforschung des Nildeltas zugewandt und hierbei einen beachtlichen Wissenszuwachs, vor allem hinsichtlich des besseren Verständnisses der naturräumlichen Gegebenheiten und der Kulturgeschichte dieser Region gewonnen. Die Vorlesung wird die Hydrogeographie des Deltas behandeln und die Geschichte und materielle Kultur der Städte und lokalen Zentren, oftmals in Gegenüberstellung zu Oberägypten, vorstellen.

    Evangelische Theologie

     • 0505213, Prof. Dr. Hans-Joachim Petsch: Wieviel Ego darf's denn sein? Zeitgemäße Moral zwischen Altruismus und Egoismus, (Vorlesung), mittwochs, 16:00 bis 18:00 Uhr, Wittelsbacherplatz - 00.401 (HSI), ab 24.10.2012, 2 SWS

    Inhalt: Egoismus gilt in der Regel als ziemlich unmoralisch. Oder? Hingegen genießt Altruismus („Selbstlosigkeit“) hohes moralisches Ansehen. Und so kommt es zur Doppelmoral: offiziell tun wir fast alles, um – jedenfalls nach außen hin – als Gutmenschen dazustehen, während wir  insgeheim unser Ego möglichst gut versorgen.
    Da ist es an der Zeit, moralisches Denken und Handeln ehrlich so zu gestalten, dass sowohl berechtigte Ich-Bedürfnisse als auch mitmenschliches Handeln gut zum Zuge kommen. Dabei geht es nicht um einen rücksichtslosen Ego-Trip.Vielmehr darum, die eigenen Interessen und die der anderen gleichermaßen zu berücksichtigen. „Ohne Ich kein Wir“, so der Philosoph Michael Pauen. Und schon Jesus rät: „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!“
    Spannende sozialpsychologische Experimente und neurobiologische Forschungen sprechen dafür, dass uns möglicherweise ein „empathischer Egoismus“ angeboren ist.
    Wir sichten ältere und neuere Moralkonzepte. Aber auch einschlägige Erkenntnisse aus Psychologie, Soziobiologie und Neurowissenschaft werden uns beschäftigen. Zugleich fragen wir: Ist der „Gute“ nicht der Dumme? „Lohnt“ sich moralisches Handeln überhaupt?  Wie kann ich gut für mich sorgen und zugleich die anderen im Blick haben? Gibt es Situationen, wo mein Eigeninteresse zweitrangig ist? 

    Literatur: Michael Pauen (2012): Ohne Ich kein Wir. Warum wir Egoisten brauchen. Berlin: Ullstein, Richard David Precht (2010/2012): Die Kunst, kein Egoist zu sein. Warum wir gerne gut sein wollen und was uns davon abhält. München: Goldmann

    Kirchengeschichte des Altertums

    •   0120200, Prof. Dr. Franz Dünzl: Die christologischen Fragestellungen der frühen Kirche (Vorlesung), freitags, 9:00 bis 10:00 Uhr, Neue Universität, Sanderring 2 – Hörsaal 318, ab 19.10.2012, 1 SWS

    Inhalt: Die Vorlesung thematisiert die frühchristlichen Auseinandersetzungen um das Verhältnis Jesu zum Gott Israels und die Deutung der Inkarnation (insbesondere die unterschiedlichen christologischen Entwürfe und ihr jeweiliges Anliegen, die Auseinandersetzung um den Arianismus, die Diskussion um Nestorius von Konstantinopel und den Streit um die monophysitische Christologie) sowie die Versuche, diese Probleme auf den Konzilien von Nizäa, Konstantinopel, Ephesus und Chalzedon zu lösen. Die einstündige Vorlesung kann diese Themen freilich nur in aller Kürze vorstellen. Da im standardisierten Workload (d.h.: der veranschlagten Arbeitszeit) auch Stunden für die Vor- und Nachbereitung vorgesehen sind, wird von den Studierenden die aktive Teilnahme an dem entsprechenden Moodle-Kurs (WueCampus) erwartet.

    Literatur: Conciliorum Oecumenicorum Decreta I. Konzilien des ersten Jahrtausends, hg. u. übers. v. G. Alberigo / J. Wohlmuth u.a., Paderborn u.a. 1998. K. Beyschlag, Grundriß der Dogmengeschichte I, Darmstadt 2. Aufl. 1987. N. Brox u.a., Hg., Die Geschichte des Christentums (dt. Ausgabe). Bd. 2. Das  Entstehen der einen Christenheit (250-430); Bd. 3. Der lateinische Westen und der byzantinische Osten (431-642), Freiburg u.a. 1997; 2001. F. Dünzl, Kleine Geschichte des trinitarischen Dogmas in der Alten Kirche, Freiburg 2006. W.-D. Hauschild, Lehrbuch der Kirchen- und Dogmengeschichte I. Alte Kirche und Mittelalter, Gütersloh 1995.

    Musikforschung

    • 0404196, Prof. Dr. Max Peter Baumann: Von der musikalischen Vielfalt und der Vielzahl der Stimmen im Dialog der Kulturen (Seminar), montags, 12:00 bis 14:00 Uhr, Residenz – Hörsaal III, ab 22.10.2012, 2 SWS

    • 0404198, Prof. Dr. Max Peter Baumann: Mündliche, schriftliche und virtuelle Überlieferungsprozesse in lokalen Kontexten und in den Musiken einer globalisierten Welt (Seminar), montags, 16:00 bis 18:00 Uhr, Domerschulstr. 13 – Raum 022, ab 22.10.2012, 2 SWS

    Politikwissenschaft und Sozialforschung

    • 0507021, Philipp Gieg: Regionalstudien (Seminar), freitags, 14:00 bis 16:00 Uhr, Wittelsbacherplatz – Raum 00.107, ab 26.10.2012, 2 SWS

    Inhalt: Das Seminar beschäftigt sich mit den internationalen Beziehungen Subsahara-Afrikas. Zunächst werden die jüngeren innerafrikanischen Entwicklungen in den Blick genommen, beispielsweise die Frage, was die Afrikanische Union als wichtigste afrikanische Regionalorganisation zu leisten im Stande ist. Hierauf werden die Beziehungen Afrikas zu externen Akteuren analysiert, darunter Europa und die USA sowie China, Indien und Brasilien. Abschließend sollen ausgewählte Politikfelder beleuchtet werden. Nach der intensiven Beschäftigung mit den Afrikapolitiken mehrerer internationaler Akteure wird es nun möglich sein, im Querschnitt einige Bereiche einer vertieften Analyse zu unterziehen. Hierzu zählen unter anderem die Entwicklungszusammenarbeit oder auch wirtschafts- und sicherheitspolitische Aspekte, um am Ende ein Resümee ziehen zu können: Welchen Platz nimmt Afrika in der heutigen Welt ein?

    Literatur: Gieg, Philipp: Great Game um Afrika? Europa, China und die USA auf dem Schwarzen Kontinent, Baden-Baden 2010, Gisela Müller-Brandeck-Bocquet et al.: Die Afrikapolitik der Europäischen Union. Neue Ansätze und Perspektiven, Opladen 2007.

    Biologie

    • 0610200, Prof. Dr. Dandekar, Prof. Dr. Markus Engstler, Prof. Dr. Thomas Rudel, Prof. Dr. Markus Sauer, Prof. Dr. Roy Gross:

    Ringvorlesung 2: Molekulare Biologie (Vorlesung),

    dienstags, 09:00 bis 10:00 Uhr, ab 16.10.2012, 

    mittwochs, 09:00 bis 10:00 Uhr, ab 17.10.2012,

    freitags, 09:00 bis 10:00 Uhr, ab 19.10.2012,

    jeweils im Biozentrum - Hörsaal A102, 3 SWS

    Molekulare Biologie der eukaryontischen und prokaryontischen Zelle.

    Die Vorlesung wird anteilig von de Lehrstühlen Zell- und Entwicklungsbiologie, Mikrobiologie, Biophysik und Bioinformatik angeboten und behandelt die Konzepte der modernen Molekularbiologie aus der Sicht der verschiedenen Disziplinen.

    Das Lehrbuch "Essential Cell Biology" wird als begleitende Lektüre empfohlen.

    Empirische Bildungsforschung

    •  0503104, Dr. Volker Fröhlich: Entwicklungsprozesse in Kindheit und Jugend (Vorlesung), freitags, 10:00 bis 12:00 Uhr, Zentrales HS- und Seminargebäude – HS 0.004, ab  19.10.2012, 2 SWS

    Inhalt: Die Vorlesung vergegenwärtigt pädagogisch relevante Aspekte der Entwicklungspsychologie des Kindes- und Jugendalters.

    Literatur: Berk, L.: Entwicklungspsychologie, München u.a. 32005

    Sonderpädagogik II – Körperbehindertenpädagogik

    • 0504267, Sandra Ohlenforst: Arbeit und Beruf bei Beeinträchtigungen und Benachteiligungen (Seminar), freitags, 14:00 bis 16:00 Uhr, Bibliotheks- und Seminarzentrum, Raum 00.211, ab 19.10.2012, 2 SWS

    Archäologie

    • 0405001, Prof. Dr. Stephanie Böhm: Denkmäler der römischen Sepulkralkunst (Vorlesung), dienstags, 16:00 bis 18:00 Uhr, Residenz – Toscanasaal, ab 23.10.2012, 2 SWS

     

    Verantwortlich im Auftrag der Hochschulleitung: Prof. Dr. Wolfgang Riedel, Hauptamtlicher Vizepräsident der Univesität für Studium, Lehre und Baumaßnahmen, Inhaber des Lehrstuhls für neuere deutsche Literatur- und Ideengeschichte

    Koordination: Dr. Petra Zaus

    Kontakt: petra.zaus@uni-wuerzburg.de

    Tel.: 0931 31 85642




                 

     

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