Sommersemester 2015

Programm Sommersemester 2015

 

Studium Generale und Seniorenstudium

Für Senioren, Gasthörer und Hörer aller Fakultäten bietet die Universität Würzburg auch im Sommersemester 2015 ein Studium Generale an.
Das Programm ist inzwischen mit festen Strukturen im Vorlesungs- und Seminarverzeichnis der Universität verankert. Allen interessierten Hörerinnen und Hörern soll auf diesem Weg und ganz im Sinne der Idealvorstellung von lebensbegleitender Bildung der Zugang zu wissenschaftlichen Lehrveranstaltungen der Universität eröffnet werden.

 

Ringvorlesung

Exzess. Formen der Grenzüberschreitung in der Vormoderne

Während der Begriff "Exzess" heute ganz überwiegend negativ gefasst ist – als Bedrohung, Transgression oder Zerstörung sozio-kultureller Ordnungsgefüge und individueller Existenzen –, unternimmt die Literatur-, Kultur- und Religionsgeschichte verbindende Vorlesung den Versuch, den Exzess als Kippfigur zu beschreiben: als Phänomen zwischen Unordnung und Ordnung, Subversion und Affirmation, Kontrollverlust und Disziplinierung. Dabei ist zu fragen, was in vormodernen Gesellschaften wann und wie zum Exzess wird, wo er gestattet ist und wo nicht und wie der Versuch, einen Exzess einzuhegen, wieder in einen Exzess umschlägt, zu fragen ist aber auch nach der kommunikativen Leistung von Kunst und Literatur, welche die verschiedenen Formen des Exzesses wahrnehmen und darstellen. Die Vorträge verhandeln diese Frage anhand ausgewählter Themenfelder, mit denen zugleich verschiedene Formen der Exzessivität in den Blick geraten: Archaik und Wildheit, Akte ostentativer Verschwendung, mystischer Selbstverlust, affektische Exzesse wie Liebe, Trauer und Zorn, Exzesse des Leibes und der Moral und schließlich formale und ornamentale Exzesse, wie sie nicht erst seit der Barockzeit begegnen.


jeweils dienstags, 19:30 Uhr, Neue Universität, Sanderring 2, Brose-Hörsaal (ehem. Hörsaal 166)

Organisation und Kontakt: Prof. Dr. Brigitte Burrichter, Prof. Dr. Dorothea Klein, Prof. Dr. Christian Wehr
Kolleg "Mittelalter und Frühe Neuzeit" in Kooperation mit der Graduate School of the Humanities, dem Studium Generale der Universität Würzburg und der Katholischen Akademie Domschule Würzburg


● 14.04.2015 – THOMAS BAIER (Würzburg): Vernunft und Exzess in der antiken Tragödie.

● 21.04.2015 – WOLF PETER KLEIN / MATTHIAS SCHULZ (Würzburg): unvuore, obirtrettung, vnmässige verzehrung, exceß. Sprachhistorische Perspektiven auf vormoderne Exzesse.

● 28.04.2015 – MICHAEL ERLER (Würzburg): Ist Polytheismus gefährlich? Euripides' Hippolytos über die Radikalität von Gottesverehrung.

● 05.05.2015 – GREGOR ROHMANN (Frankfurt): Auf der Schwelle kreisen. Die "Tanzwut" zwischen Heil und Verderben, Ordnung und Unordnung.

● 12.05.2015 – DOROTHEA KLEIN (Würzburg): Exzess des Leibes und der Moral: Spätmittelalterliche Texte über Fress- und Zechorgien.

● 19.05.2015 – JOACHIM HAMM (Würzburg): Geregelte Exzesse. Jenseitsreisen im Übergang vom Spätmittelalter zur Frühen Neuzeit.

● 02.06.2015 – FRANZ FUCHS (Würzburg): Notarielle Beglaubigung von Transzendenzerfahrungen: Mirakelberichte des späten Mittelalters.

● 09.06.2015 – GERHARD PENZKOFER (Würzburg): Schreckliche Leidenschaften. Liebe und Ehre in der Literatur des spanischen Goldenen Zeitalters.

● 16.06.2015 – BRIGITTE BURRICHTER (Würzburg): Exzesse und Regeln. Phädra in der französischen Tragödie des 16. und 17. Jahrhunderts.

● 23.06.2015 – CHRISTIAN WEHR (Würzburg): Exzess und Disziplinierung. Spirituelle Verfahren der Affektlenkung in der Frühen Neuzeit.

● 30.06.2015 – DOMINIK BURKARD (Würzburg): Visionäre Ekstase und frommer Exzess. (Vormoderne) Formen religiöser Legitimierung und Eliminierung im 19. und 20. Jahrhundert.

● 07.07.2015 – ROBERT MEIER (Würzburg): Der Wille zur Herrschaft führt zum Exzess: Die Verwaltung der Grafschaft Wertheim in der Vormoderne.

● 14.07.2015 – DAMIAN DOMBROWSKI (Würzburg): "mostro d'ingegno": Berninis Exzesse als Mystik der Form.

Ringvorlesung des Altertumswissenschaftlichen Zentrums

Zu den folgenden Vorträgen möchten wir Sie herzlich einladen!
Ort und Zeit: Toscanasaal in der Residenz (Tor 2A, 2. Etage) jeweils um 18:15 Uhr.

Arabien. Land von Gold und Weihrauch

● Montag, 11. Mai 2015 – Prof. Dr. Paul Yule (Universität Heidelberg): Zafar – Vergangenheit und Zukunft.

● Montag, 1. Juni 2015 – PD Dr. Silke Diederich (Universität Köln): Weihrauch, Gold und fliegende Schlangen: Was Römer über Arabien wußten.

● Montag, 8. Juni 2015 (Abweichender Veranstaltungsort: Neue Universität, Sanderring, Hörsaal 127) – Prof. Dr. Norbert Nebes (Universität Jena): Könige der Weihrauchstraße. Zur Geschichte Südarabiens und Äthiopiens im frühen 1. Jt. v .Chr.

● Montag, 6. Juli 2015 – Gunnar Sperveslage M.A. (Universität Leipzig): Nicht nur zur Weihrauchszeit: Ägypten und Arabien in vorislamischer Zeit.

Das Programm finden Sie mit ergänzenden Informationen unter:
www.waz.uni-wuerzburg.de/ringvorlesungen/

 

Vortragsprogramm Ägyptologie:

aufzurufen unter: www.aegyptologie.uni-wuerzburg.de/vortraege/


● 07.05.2015 (Do) im Hörsaal I der Residenz um 18.15 Uhr:
Prof. Dr. Jochem Kahl (Freie Universität Berlin): Geometrische Muster in Bewegung: Die Deckenmalereien im Grab von Djefai-Hapi I. in Assiut

● 25.06.2015 (Do) im Hörsaal I der Residenz um 18.15 Uhr:
Svenja Nagel M.A. (Universität Heidelberg): Auge in Auge mit den Göttern. Rituale zur Erlangung von Wissen und Macht in den demotischen und griechischen magischen Papyri der Römerzeit

● 06.Juli 2015 (Mo!) im Hörsaal 127 der NEUEN UNIVERSITÄT am Sanderring:
Gunnar Sperveslage M.A. (Universität Leipzig): Nicht nur zur Weihrauchszeit: Ägypten und Arabien in vorislamischer Zeit

Führungen, Ausstellungen und Einzelvorträge

Interaktive Wissenschaftsausstellung TouchScience am M!ND

Die interaktive Wissenschaftsausstellung TouchScience@M!ND macht Wissenschaft erlebbar: Schießen Sie als Teilchenphysiker Atome wie Fußbälle aufeinander, sehen Sie Ihr eigenes Herz schlagen, dringen Sie mit Computertomographie tief in das Innere verschiedener Objekte ein oder radeln Sie mit Lichtgeschwindigkeit auf dem „Einstein-Rad“. Auf einer Fläche von 350 qm schaffen die interaktiven Exponate von TouchScience@M!ND viele Möglichkeiten, naturwissenschaftliche Zusammenhänge zu begreifen und sich von ihnen berühren zu lassen.
Für Schülerinnen und Schüler ist die Reise durch die Wissenschaft damit noch nicht beendet: Vom spielerisch-intuitiven ENTDECKEN naturwissenschaftlicher Zusammenhänge in der Ausstellung TouchScience@M!ND führt der Weg über das vertiefende EXPERIMENTIEREN im Lehr-Lern-Labor@M!ND bis zum eigenständigen ERFORSCHEN individueller Fragestellungen im Schülerforschungszentrum SFZ@M!ND.

Öffnungszeiten TouchScience@M!ND im Sprachen- und Didaktikzentrum,
Matthias-Lexer-Weg 25, Hubland Nord
, jeweils
•    Mittwoch, Samstag, Sonntag: 14.00 Uhr - 18.00 Uhr
•    an Feiertagen geschlossen
•    Schulklassen und Gruppen ab 10 Personen jederzeit auf Anfrage. Nutzen Sie für eine Anfrage bitte das unten stehende Formular.

Eintrittspreise•    Erwachsene: 5 €
•    Kinder (ab 6) und Jugendliche (bis 18): 3 €
•    Familienkarte: ab 10 €
•    Schulklassen nach Anmeldung: 3 € p.P (inkl. Führung durch die Ausstellung).
Zwei Begleitpersonen erhalten freien Eintritt, für jede weitere Begleitperson werden zusätzlich 3 € berechnet. Rechnen Sie für Ihren Besuch ca 1,5 Stunden ein.
•    Besuchergruppen ab 10 Personen nach Anmeldung: 4 € p.P. (inkl. Führung durch die Ausstellung)

Weitere Informationen sowie das Anmeldeformular für Gruppen finden Sie auf unserer Homepage: www.mind.uni-wuerzburg.de/entdecken/

 

Botanischer Garten

Der Botanische Garten bietet auch in diesem Jahr ein abwechslungsreiches öffentliches Veranstaltungsprogramm mit Führungen, Ausstellungen und Workshops an.
Die meisten der Veranstaltungen sind für die interessierte Öffentlichkeit kostenfrei. Termine und aktuelle Informationen zum Veranstaltungsprogramm finden Sie auf der Homepage: www.bgw.uni-wuerzburg.de/startseite/

Die Rundgänge dauern etwa 1,5 Stunden. Treffpunkt: Foyer des Tropenschauhauses.
Ansprechpartner: Dr. Gerd Vogg, Julius-von-Sachs-Platz 4, D-97082 Würzburg vogg@botanik.uni-wuerzburg.de    Tel.: 0931 / 31 86239

 

Adolf-Würth-Zentrum für Geschichte der Psychologie

Seit Mai 2015 können Sie die Ausstellung „Carl Stumpf (1848-1936) und die Anfänge der Gestaltpsychologie“  besuchen.
Die Ausstellung kann von Montag bis Donnerstag zwischen 09:00 und 17:00 Uhr sowie freitags von 09:00 bis 14:00 Uhr nach vorheriger Anmeldung besichtigt werden. Die Führung übernimmt Prof. Dr. Armin Stock. Voranmeldungen bitte unter: Tel.: 0931 / 31-88543 bzw. awz@uni-wuerzburg.de
Weitere Informationen: www.awz.uni-wuerzburg.de

 

Martin-von-Wagner-Museum

Die Führungen und Vorträge werden von der Museumsinitiative organisiert und von Fachstudierenden durchgeführt. Sie finden jeweils sonntags statt und dauern etwa 1 Stunde. Beginn 11:00 Uhr, Gebühr pro Person 3.-€, Kinder und Studierende 2.-€. Der Eintritt ins Museum ist frei.
Über die jeweiligen Ausstellungs- und Führungstermine können Sie sich auf der Homepage informieren:
www.museum.uni-wuerzburg.de

 

 

Klinik und Poliklinik für Psychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie

Vorbeugung und Behandlung häufiger psychischer Beschwerden

● 10.06.2015, Priv.-Doz. Dr. med. M. Lauer: Alzheimer Demenz – was können wir tun?
● 23.09.2015, Dr. med. T. Polak: Alkohol – Kultur und Abhängigkeit
● 11.11.2015, Dr. med. T. Warrings: Kopf und Bauch – Essstörungen und ihre Therapie

Ort: Barockhäuser (ehemal. Greisinghäuser),
Neubaustr. 12
jeweils 19:00 bis 20:30 Uhr

Weitere Informationen
http://www.nervenklinik.ukw.de/fileadmin/uk/psychiatrie/Veranstaltungen/Flyer_Barockhaeuser_2015.pdf


2 bis 3mal jährlich finden in der Zentralbibliothek Am Hubland

„Werkstattgespräche mit Autoren der deutschen Gegenwartsliteratur“

statt. Diese Lesungen werden vom Universitätsbund Würzburg und dem Institut für Deutsche Philologie der Universität Würzburg veranstaltet. Der Eintritt ist frei.

Nächste Veranstaltung:
Mittwoch, 20. Mai, 19:30 Uhr:  GEORG KLEIN

Voraussichtlich wird der Autor GEORG KLEIN aus seinem neuesten Erzählband lesen.

 

Bibliothek für alle

Um jedem die Möglichkeit zu bieten, die umfangreichen und vielfältigen Angebote der UB kennenzulernen und zu nutzen, bietet die UB Führungen unter der Überschrift „Bibliothek für alle“ an. An den Führungen können alle Interessierten ohne Anmeldung teilnehmen.
Die Führungen finden in der Zentralbibliothek am Hubland statt.
Treffpunkt ist jeweils um 16:30 Uhr an der Infotheke.


Veranstaltungsinfos und Termine unter:     
http://www.bibliothek.uni-wuerzburg.de/fileadmin/ub/user_upload/pdf-Dateien/Infoblaetter/Bibliothek_fuer_alle_SS2015_Internet.pdf

Flyer zum Download

 

Sondervorlesungen für Senioren und Gasthörer

Gerne können Sie – neben Veranstaltungen ohne Zulassungsbeschränkungen aus dem regulären Verzeichnis – aber auch folgende, speziell für den Bereich Senioren- und Gaststudium zugeschnittene Vorlesungen besuchen:


● 1330024, Prof. Dr. Max Camenzind: 100 Jahre Einsteins Gravitation (Vorlesung), montags, 14:15 bis 15:45 Uhr, Röntgenring 12, Alte Augenklinik, Oswald-Külpe-Hörsaal, 14täglich, ab 20.04.2015, 1 SWS

Inhalt: Warum gerade 2015?
Am 15. November 1915 fand Albert Einstein nach langem Suchen die richtigen Feldgleichungen der Allgemeinen Relativitätstheorie. Die Physiker reagierten zur damaligen Zeit nicht gerade enthusiastisch auf diesen Vorschlag. Zu ungewohnt war die Sprache der Mathematik.
Die Newtonsche Formulierung der Gravitation war zwar sehr erfolgreich, passte jedoch nicht in das Konzept der RaumZeit von Minowski (1908). Einstein hat schnell begriffen, dass Gravitation etwas mit der Vermessung einer RaumZeit zu hatte. Hier konnte er auf die Vorarbeiten von Gauß und Bernhard Riemann zurückgreifen. Diese hatten die Konzepte entwickelt, wie man auf beliebig gekrümmten Flächen Abstände messen konnte. Das Geheimnis lag im Linienelement dieser Flächen. Das alles lernte Einstein in mühsamer Arbeit von seinem Studienfreund Marcel Grossmann, der bereits 1907 eine Professur für Mathematik an der ETH Zürich erhalten hatte.
Newtons Vorstellung von der Gravitation hat ausgedient. Denken Sie in Zukunft vierdimensional – Raum und Zeit sind eine Einheit.


Hinweise: Folgende Tage sind vorgesehen: 20.4., 4.5., 18.5, 1.6., 15.6, 29.6. und 13.7.2015. Zur Teilnahme an dieser Veranstaltung ist die Immatrikulation als Seniorenstudierende(r) bzw. Gasthörer erforderlich (1 Semesterwochenstunde).


Ergänzende Informationen:
http://www.lsw.uni-heidelberg.de/users/mcamenzi/Kosmos_SS15.html

 


● 1330023, Prof. Dr. Josef Kern: Übungen im Betrachten von Kunstwerken (Vorlesung), 14täglich Ausstellungsbesuche (donnerstags), 1 SWS


Zur Teilnahme an dieser Veranstaltung ist die Immatrikulation als Seniorenstudierende(r) bzw. Gasthörer erforderlich (1 Semesterwochenstunde). Interessierte neue TeilnehmerInnen sind herzlich eingeladen und möchten bitte einfach zum Treffpunkt der Abfahrt kommen, wo sie dann alle weiteren Informationen erhalten. Treffpunkt: Bahnhofshalle, jeweils 15 Minuten vor Abfahrt


Geplant ist der Besuch folgender Ausstellungen:
Donnerstag, 23. April: Fahrt mit IC/ICE in das Kunstforum Ostdeutsche Galerie Regensburg Treffen 07:20 Uhr, Abfahrt 07:33 Uhr, Rückfahrt 16:29 Uhr. Bitte frühzeitig individuell buchen! Momentan kostet das Ticket im Sparpreis 39 Euro.

Donnerstag, 7. Mai: Fahrt mit IC/ICE nach Frankfurt, Städel: Monet und die Geburt des Impressionismus UND am Nachmittag: Frankfurt, Schirn: Künstler und Propheten. Eine geheime Geschichte der Moderne 1872-1972 Treffen 08:15 Uhr, Abfahrt 08:26 Uhr, Rückfahrt 17:54 Uhr oder 18:18 Uhr, 46 bzw. 38 Euro für Frühbucher! Bitte frühzeitig individuell buchen!
Es wird dringend empfohlen, baldmöglichst über das Internet sich EINTRITTSKARTEN für den Vormittag zu organisieren! Startseite Städelmuseum – SHOP – MONET-TICKET.

Donnerstag, 21. Mai: Würzburg, Kulturspeicher: Lichtbild und Datenbild –  Spuren Konkreter Fotografie
14.00 Uhr: Treffen im Foyer

Donnerstag, 11. Juni: Stadtgalerie Bamberg – Villa Dessauer: In der Sonderausstellung „Kombiniere! Nick Knatterton & Co.“ werden Zeichnungen aus dem 60-jährigen Schaffen des Zeichners, Autors und Filmemachers Manfred Schmidt gezeigt UND: Bamberg: Paradiesvogel – Vogeltraum │ Porzellan und Fayence aus der Sammlung Ludwig │ Messerschnitte von Hans LankesFahrt mit Bayernticket, Treffen 08:45 Uhr, Abfahrt 09:07 Uhr, Rückfahrt 16:26 Uhr oder 17:25 Uhr

Donnerstag, 25. Juni: Schweinfurt, Kunsthalle: (Große Halle) Werner Mally „Lichtung – Skulpturen und Interventionen“.  
Fahrt mit Bayernticket, Treffen 08:15 Uhr, Abfahrt 08:35 Uhr, Rückfahrt 16:14 Uhr

Donnerstag, 9. Juli: Nürnberg, GNM.: Monster. Fantastische Bilderwelten zwischen Grauen und Komik UND: Zwischen Venus und Luther: Cranachs Medien der Verführung
Fahrt mit Bayernticket, Treffen 09:25 Uhr, Abfahrt 09:42 Uhr, Rückfahrt 17:05 Uhr

Donnerstag, 23. Juli: Aschaffenburg, Kunsthalle Jesuitenkirche: Bittersüße Zeiten. Barock und Gegenwart  in der SOR Rusche Sammlung Oelde/Berlin
Fahrt mit Bayernticket, Treffen 09:15 Uhr, Abfahrt 09:34 Uhr, Rückfahrt 15:15 Uhr oder 16:15 Uhr

Kunstgeschichte

● 0408101, Prof. Dr. Eckhard Leuschner: Joseph Beuys und die Kunst der 1950er bis 1980er Jahre (Vorlesung), donnerstags, 08:00 bis 10:00 Uhr, Philosophiegebäude am Hubland, Hörsaal 2, ab 16.04.2015, 2 SWS


● 0408109, Prof. Dr. Stefan Bürger: Erfurt als mittelalterliches Ensemble (Exkursionsseminar), montags, 14:00 bis 16:00 Uhr, Philosophiegebäude am Hubland, Übungsraum 19, ab 20.04.2015, 2 SWS


Inhalt: Die thüringische Landeshauptstadt blickt auf eine über 1250jährige Geschichte zurück. Zwar sind etliche Kirchen und Wohnhäuser inzwischen aus dem Stadtbild verschwunden, doch zahlreiche erhaltene Bauten und Baubefunde geben ein dichtes und anschauliches Bild der alten Stadt wieder. So sind nicht nur große Teile der Stadtstrukturen, sondern auch mittelalterliche Bauwerke in vergleichsweise authentischem Zustand erhalten: Brücken, die Synagoge, Reste von wohnturmartigen Steinhäusern, Fachwerkbauten, usw. Die Exkursion wird sich thematisch den verschiedenen Baugruppen und Kunstaspekten widmen: Sakralbauten samt ihrer Ausstattung (Dom, Kloster- und Stiftskirchen, Bettelordensbauten, Pfarrkirchen), Profanbauten, Verkehrsbauten, Zeugnisse Jüdischer Kultur, Befestigung).


Literatur: Hartung, Bernhard, Die Häuser-Chronik der Stadt Erfurt, Erfurt 1878; Gutsche, Willibald (Hg.): Geschichte der Stadt Erfurt, Weimar 1986; Dehio – Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Thüringen, Eißing, Stephanie/ Jäger, Franz (bearb.), München/ Berlin 1998; Archäologie und Bauforschung in Erfurt, Kleine Schriften des Vereins für die Geschichte und Altertumskunde von Erfurt e.V. 5, Pollmann, Hans-Otto (bearb.), 2001; Escherich, Mark (Hg.): Erfurt im Mittelalter. Neue Beiträge aus Archäologie, Bauforschung und Kunstgeschichte, Berlin 2003; Nitz, Thomas: Stadt – Bau – Geschichte, Erfurter Studien zur Kunst- und Baugeschichte 2, Berlin 2005; Bürger, Stefan (Hg.): Erfurt – Führer zu den kunsthistorischen Kostbarkeiten des Mittelalters, Weimar 2011.


● 0408113, Prof. Dr. Damian Dombrowski: The Great American Thing: Malerei von der Ashcan School zur Pop Art (Vorlesung), donnerstags, 14:00 bis 16:00 Uhr, Philosophiegebäude am Hubland, Hörsaal 2, 2 SWS

● 0408122, Dr. Verena Friedrich: Gartenkunst (Seminar), mittwochs, 10:00 bis 12:00 Uhr, Philosophiegebäude am Hubland, Übungsraum 18, ab 15.04.2015, 2 SWS

● 0408134, Dr. Daniela Roberts: Moderne Plastik (Seminar), donnerstags, 14:00 bis 16:00 Uhr, Philosophiegebäude am Hubland, Übungsraum 18, ab 16.04.2015, 2 SWS

 

Musikforschung

● 0404101, Prof. Dr. Ulrich Konrad: Musikgeschichte von der Aufklärung bis zur Gegenwart (Vorlesung), mittwochs, 10:00 bis 12:00 Uhr, Residenz – Toscanasaal, ab 22.04.2015, 2 SWS


Kennzeichen: Die rund 200 Jahre Musikgeschichte vom frühen 19. bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts wurden und werden gemeinhin unter den historiographischen Stichworten Klassik, Romantik, Moderne, „Musik nach 1945“ und „Musik der Gegenwart“ rubriziert. Hinter diesen Begriffen und allen ihren Ergänzungen wie Früh- und Spätromantik, Impressionismus, Expressionismus, Neue Sachlichkeit oder Avantgarde verbirgt sich eine kaum überschaubare Fülle von Ereignissen, Namen und Werken. Sie läßt sich vor allem deswegen nur schwer strukturieren, weil die Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen wohl nirgends in der Geschichte so dominierend war wie im 19. und erst recht im 20. Jahrhundert.


Inhalt: Die wichtigsten Parallelitäten und Aparallelitäten der europäischen Musikgeschichte von etwa 1720 bis gegen Ende des 20. Jahrhunderts sollen zur Sprache – und reflektierend in klingender Vergegenwärtigung zur Einsicht gebracht werden.


Literatur: Carl Dahlhaus (Hrsg.), Neues Handbuch der Musikwissenschaft, Bände 6 (Dahlhaus, 19. Jahrhundert) und 7 (Danuser, 20. Jahrhundert), Laaber 1980, 1984; Ulrich Dibelius, Moderne Musik nach 1945, erweiterte Neuausgabe München 1998.

Mensch-Computer-Medien

● 0508920, Prof. Dr. Holger Schramm: Rezeptions- und Wirkungsforschung (Vorlesung), dienstags, 10:00 bis 12:00 Uhr, Zentrales Hörsaal- und Seminargebäude, Hörsaal 0.001, ab 14.04.2015, 2 SWS

Romanistik

● 0409501, Prof. Dr. Brigitte Burrichter: Die französische Literatur im frühen 17. Jahrhundert (Vorlesung), montags, 16:00 bis 18:00 Uhr, Philosophiegebäude am Hubland, Hörsaal 5, ab 20.04.2015, 2 SWS


Inhalt: In der französischen Literatur des Barock (ca. 1600-ca. 1650) dominieren das Theater und der Roman, beide Gattungen werden in der Vorlesung vorgestellt und besprochen. Ergänzt wird die Präsentation der literarischen Texte durch die Diskussion der literaturtheoretischen Überlegungen der Zeit und die Einbettung der Literatur in den kulturgeschichtlichen Zusammenhang.
Hinweis: Zur Vorlesung wird ein Begleittutorium (0409577) angeboten.


● 0409511, Prof. Dr. Martha Kleinhans: Dante Alighieri: Inferno (Vorlesung), mittwochs, 10:00 bis 12:00 Uhr, Philosophiegebäude am Hubland, Hörsaal 7, ab 15.04.2015; Einzeltermin am Donnerstag, 18.06.2015, 14:00 bis 16:00 Uhr, Residenz – Toscanasaal, 2 SWS


Inhalt: Europa feiert im Jahr 2015 den 750. Geburtstag eines Dichters von Weltrang: Dante Alighieri. Die Würzburger Italianistik hat deshalb ihre Lehrveranstaltungen des Sommersemesters um das Werk und die Gestalt des großen Florentiners zentriert. Eine Studienwoche im Juni zum Thema „Dante zeigt Gefühle – i sentimenti di Dante“ soll in Kooperation mit Studierenden und Fachkollegen die Ergebnisse einem breiteren Publikum präsentieren. Die Vorlesung möchte in Leben und Werk Dantes einführen und herausragende Gesänge des Inferno interpretieren. Als Protagonist der Göttlichen Komödie erlebt der Jenseitswanderer Dante Situationen von existentieller Bedeutung und äußert Gefühle wie Liebe, Mitleid, Angst, Hass oder Zorn. Dem Dichter Dante gelingt es, diese Gefühle in eine bis heute fesselnde Sprache zu kleiden und dramatisch zu inszenieren. Dadurch sprechen Dantes Texte in überaus starkem Maß auch Menschen des 21. Jahrhunderts an. Anhand spannend vermittelter Begegnungen mit zahlreichen historischen oder literarischen Persönlichkeiten macht der Jenseitswanderer, Erzähler und Autor Dante das Leben nach dem Tode sinnlich erfahrbar und erschuf ein Kunstwerk von faszinierender, überzeitlicher Bildkraft.


Literatur: Dante Alighieri. La Commedia – Die Göttliche Komödie. I. Inferno/Hölle. Ital.-Dt. In Prosa übersetzt und kommentiert von Hartmut Köhler. Stuttgart: Reclam 2010. (ib., pp. 547sqq. werden weitere wichtige Dante-Ausgaben genannt)
Bitte achten Sie auf den genaueren Themenplan und weitere Hinweise im entsprechenden Kursraum von WueCampus2.


● 0409660, Prof. Dr. Christian Wehr:  Nation und Krise: Paradigmen des argentinischen Kinos (Einführung in die Kulturwissenschaft, spanisch, Vorlesung), dienstags, 14:00 bis 16:00 Uhr, Philosophiegebäude am Hubland, Hörsaal 6, ab 21.04.2015
(16.06.2015: Auswärtige Dienstverpflichtung)


Inhalt: Argentinien kann vermutlich die vielfältigste und reichhaltigste Filmproduktion des aktuellen lateinamerikanischen Kinos vorweisen. Die Gruppe von Filmautoren, die in der Universidad de cine von Buenos Aires ausgebildet wurden und sich 1995 mit der Kompilation von Kurzfilmen unter dem Titel Historias breves der Öffentlichkeit vorstellten, bilden heute noch die Kerngruppe der wichtigsten Regisseurinnen und Regisseure: von Daniel Burman und Adrián Caetano bis hin zu Sandra Gugliotta und Lucrecia Martel. Ihr Kino steht im Zeichen der vielfältigen Konsequenzen einer Serie ökonomischer Krisen, die das Land seit den 1990er Jahren bis heute erschüttern. Die anhaltenden sozialen und kulturellen Folgen dieser Krise in Permanenz betreffen das Selbstverständnis und die Geschichte Argentiniens als Immigrationsland ebenso wie die tiefgreifenden Auswirkungen einer neoliberalen Wirtschaftspolitik. Daneben bilden die Auseinandersetzungen mit dem Erbe des Peronismus, vor allem aber die traumatischen Erfahrungen der Militärdiktatur (1976-1983) sowie des Falklandkrieges (1982) weitere anhaltende Schwerpunkte. So zentrieren sich Thematik und Stilistik des argentinischen Kinos in immer neuen Variationen um das Verhältnis von Nation und Krise, deren anhand ausgewählter Beispiele aus Werken von Fernando Birri, Pino Solanas, Hugo Santiago, Adrían Caetano, Lucrecia Martel, Fabián Bielinsky und anderen analysiert werden soll.

Anglistik
● 0409147, Ringvorlesung: Kulturen der Pornographie

Lehrstuhl für englische Literatur- und Kulturwissenschaft, Organisation: Daniel Schulze, M.A.

jeweils dienstags, 20:00 bis 22:00 Uhr, Neue Universität, Hörsaal 216 (Audimax), 2 SWS

Pornographie, so scheint es, ist heute allgegenwärtiger als je zuvor. Im Web 2.0 und in sozialen Netzwerken ist sie nicht nur ständig verfügbar, sondern äußert sich insbesondere durch interaktive Formen. Die Rollen von Produzenten, Akteuren und Konsumenten sind dabei vermeintlich fließend geworden.
Trotz ihrer Präsenz in unterschiedlichen Medien und damit im Alltag westlicher Kulturen bleibt Pornographie doch schwer fassbar. Schätzungen über den weltweiten Umsatz mit Pornographie liegen zwischen einer und 97 Milliarden US Dollar. Diese enorme Bandbreite macht einerseits deutlich, dass keine gesicherten Zahlen vorliegen und zeigt andererseits, wie scheu die Industrie sich immer noch gibt und wie wenig über ihre Mechanismen tatsächlich bekannt ist. Während Pornographie so gewichtig wie nie zu sein scheint, wird sie im kulturellen Diskurs weiterhin oft marginalisiert. Gleichwohl wächst das wissenschaftliche Interesse am Thema Pornographie, wie die kontroverse Gründung der wissenschaftlichen Zeitschrift Porn Studies vor einem Jahr zeigt.
Die Ringvorlesung „Kulturen der Pornographie“ zielt darauf ab, sich dem Phänomen aus unterschiedlichen Perspektiven zu nähern. Zum einen sollen gezielt kulturhistorische Konzeptionen von und Umgangsweisen mit Pornographie exemplarisch vorgestellt und diskutiert werden. Zum anderen möchte die Ringvorlesung das gegenwärtige Verständnis von Pornographie thematisieren und mögliche Veränderungen in der Konzeption des Phänomens im Vergleich zu früheren Jahrhunderte erörtern. Aus diesem Grund ist die Ringvorlesung multidisziplinär ausgerichtet.


● 21.04.2015; Ralph Pordzik (Würzburg): “Verführte Körper, reversible Gaben – Der pornographische Diskurs als Mythos und semiurgische Herausforderung”

● 28.04.2015; Frank Schwab, Astrid Carolus (Würzburg): “Oversexed? Eine Medienpsychologische Betrachtung”

● 05.05.2015; Sven Lewandowski (Würzburg): “Die moderne Gesellschaft und ihre Pornographie. Zum Verhältnis von Gesellschaft, Pornographie und moderner Sexualität”

● 12.05.2015; Wieland Schwanebeck (Dresden): “Pornos mit Handlung: Die Porn Parody im Feld der Adaptionsforschung”

● 19.05.2015; Klaus Laubenthal (Würzburg): “PorNo 2015 – Die Strafrechtlichen Pornographieverbote nach dem Fall Edathy”

● 27.05.2015 (Mittwoch); Philip Jacobi (Passau), Matthias Fuchs (Paderborn): “Fuck me for the Revolution! – Praktiken der Transgression und Subversion im Queer Alt Porn”

● 02.06.2015; Roland Altenburger (Würzburg): “Das Gebetskissen aus Fleisch: Der chinesische pornographische Roman 1580-1730”

● 09.06.2015; Désirée Kriesch (Innsbruck): “Formen und Funktionen Pornographischer Szenen in Baise-Moi und 9 Songs”

● 16.06.2015; Matthias Weber (Mainz): “Der Pornostar als Vorbild? Aufwachsen im Zeitalter Digitaler Pornographie”

● 23.06.2015; Julien Bobineau (Würzburg): "Suce mes boules, salope! – Pornographie und Obszönität in der französischen TV-Serie Xanadu.“

● 30.06.2015; Matthias Krebs (Würzburg): “Cunning Linguists: Sprache der Pornographie/Pornographische Sprache”

● 07.07.2015; Jennifer Leetsch (Würzburg): “Pop & Porno: Wider den Weißen Männlichen Blick. Von Beyoncé bis Viktoria Modesta”

Amerikanistik

● 0409310, PD Dr. Heike Raphael-Hernandez:  Immigration and the U.S. (Vorlesung), dienstags, 14:00 bis 16:00 Uhr, Philosophiegebäude am Hubland, Hörsaal 1, ab 21.04.2015, 2 SWS

Inhalt: For the last two decades, one is able to observe that in the United States growing attention has been given to issues of immigration and transnational migration in public debates among people across the entire political spectrum. The changes that are taking place at fundamental levels in an increasingly multi-ethnic and multiracial United States has caused heated debates in the highest political echelons as well as in the exchanges between ordinary citizens about questions of who has the right to stay, who should be regarded as a mere temporary guest, who is (un)welcome as a traveller, and who should not even be granted such transitional status of a traveller.
To understand these contemporary debates, we will study the history of immigration in the United States. Our survey will start with different European groups; here we will already learn about early disagreements about “whiteness.” We will then examine the immigration history of a variety of non-European groups who arrived from different Asian and Middle Eastern regions, for example. We will also look at a form of forced immigration that took place with African people who came to the United States via the transatlantic slave trade.  In addition, we will study the most important immigration acts passed in U.S. history and will discuss the specific legal issues they caused for U.S. society.  We will deal with scholarly and public debates that have been influenced by these different immigration laws and acts.
A variety of these topics have inspired writers and filmmakers. We will also look at their literature and films in our lecture.

Germanistik

● 0406003, Prof. Dr. Roland Borgards: Die Nachtseite der Romantik (Vorlesung), dienstags, 08:00 bis 10:00 Uhr, Zentrales Hörsaal- und Seminargebäude, Hörsaal 0.001, ab 21.04.2015, 2 SWS

Inhalt: Die Vorlesung konzentriert sich in exemplarischen Lektüren auf die Nachtseite der Romantik. Literatur ist hier dunkel und grell, wild und gefährlich, bizarr und luftig. Prägend für diese schwarze Romantik sind Themen wie Anomalität, Delinquenz und Animalität; diskutiert werden Poetologien zwischen Improvisation, Intermedialität und Experiment; einschlägige Autoren sind Schlegel, Novalis, Tieck, Arnim, Kleist und Hoffmann.

Literatur: Eine Lektüreliste wird schon während der Semesterferien zur Verfügung gestellt. Bitte unbedingt schon mit dem Lesen beginnen!

 

● 0406269, Dr. Thomas Franke: Goethe: Unterhaltungen deutscher Ausgewanderten
(Seminar), mittwochs, 12:00 bis 14:00 Uhr, Philosophiebäude am Hubland, Übungsraum 23, ab 15.04.2015

Inhalt: Anhand der Lektüre von Goethes Novellensammlung Unterhaltungen deutscher Ausgewanderten sollen sowohl Allgemein- und Zeittypisches als auch Besonderheiten von Goethes novellistischer Prosa erörtert werden.
Textgrundlage: Reclams Universal-Bibliothek, Nr. 6558.

Klassische Philologie

● 0401101, Prof. Dr. Michael Erler: Griechische Vorlesung: Einführung in die griechische Literatur der Kaiserzeit (Vorlesung), donnerstags, 18:00 bis 20:00 Uhr, Residenz – Toscanasaal, ab 23.04.2015, 2 SWS

Hinweis: am 23.04. und am 02.07.15 findet die Vorlesung in einem anderen Raum statt, bitte auf Aushang oder Ansage von Herrn Professor Erler achten.


● 0401201, Prof. Dr. Thomas Baier: Lateinische Vorlesung: Das römische Epos von Vergil bis Silius Italicus (Vorlesung), freitags, 10:00 bis 12:00 Uhr, Zentrales Hörsaal- und Seminargebäude, Raum 1.012, ab 17.04.2015, 2 SWS

Inhalt Vorlesung Römisches Epos: In der Vorlesung wird ein Überblick über die Römische Epik von Ovid bis Silius Italicus gegeben. Einzelne Textstellen werden exemplarisch interpretiert, wobei sich die Vorgehensweise an dem im Examen erwarteten Muster (sog. Leitlinien) orientiert.
Zur Einführung: E. Burck (Hg.), Das römische Epos, Darmstadt 1979; M. von Albrecht, Roman Epic. An interpretative introduction, Leiden u.a. 1999; P. Toohey, Reading Epic. An introduction to the ancient narratives, London u.a. 1992.

Philosophie

● 0501103; Prof. Dr. Jörn Müller: Geschichte der Philosophie (Vorlesung), mittwochs, 16:00 bis 18:00 Uhr, Residenz – Toscanasaal, ab 22.04.2015, 2 SWS

Inhalt: Die Philosophie des Aristoteles.
Aristotelisches Philosophieren hat in den letzten Jahren eine erstaunliche Renaissance erfahren: In der praktischen Philosophie ist es wiederholt zum Ausgangspunkt zeitgenössischer Entwürfe (z.B. bei Martha Nussbaum) geworden; in der theoretischen Philosophie ist etwa die aristotelische Substanzontologie in jüngerer Vergangenheit in ihrem Potenzial wiederentdeckt worden. Auch die historische Spezialforschung hat sich in dieser Zeit rapide vermehrt und ein deutlich differenzierteres Bild der aristotelischen Philosophie entworfen, als man es in den meisten gängigen Standarddeutungen noch findet. Die Vorlesung wird einen kritischen Überblick zur gesamten Philosophie von Aristoteles und ihren modernen Deutungen und Anknüpfungen bieten.
Literatur: Christof Rapp / Klaus Corcilius (Hg.), Aristoteles-Handbuch. Leben – Werk – Wirkung, Stuttgart 2011.


● 0501101, Prof. Dr. Karl Mertens: Philosophische Grundlagen der Geistes-, Sozial- und Humanwissenschaften (Vorlesung), dienstags, 08:00 bis 10:00 Uhr, Residenz – Toscanasaal, ab 21.04.2015, 2 SWS

Inhalt: Der Begriff der Geisteswissenschaften etablierte sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, um die Wissenschaften zu bezeichnen, die nicht den Naturwissenschaften zuzurechnen sind. Inzwischen konkurriert der Begriff etwa mit dem der Sozial-, Kultur- oder Humanwissenschaften. Die Vorlesung beschäftigt sich mit dem Typus der Wissenschaften, die mit solchen Bezeichnungen angesprochen werden. Insbesondere soll gefragt werden, an welchen Leitdisziplinen sich die humanwissenschaftliche Selbstverständigung orientiert und welche Ziele und Methoden diese Wissenschaften auszeichnen. – Studierende, die die Vorlesung im Rahmen des BA-Studiengangs besuchen, müssen ergänzend an einem der Seminare teilnehmen, die der Vorlesung zugeordnet sind.


● 0501104, Prof. Dr. Karl-Heinz Lembeck: Philosophische Grundlagen der Natur- und Technikwissenschaften (Vorlesung), donnerstags, 16:00 bis 18:00 Uhr, Residenz – Toscanasaal, ab 23.04.2015, 2 SWS
Hinweis: am Donnerstag, 23.04., endet die Vorlesung ausnahmsweise um 17:15 Uhr.

Inhalt: Die Vorlesung diskutiert Prinzipienfragen aus verschiedenen philosophischen Themenfeldern, insbes. aus der Naturphilosophie, der Epistemologie, der Wissenschaftstheorie, der Technikphilosophie und der Anthropologie. Es soll gezeigt werden, dass jeder sinnvollen Fragestellung der empirischen Wissenschaften eine Vielzahl logischer, epistemologischer und ontologischer Voraussetzungen zugrunde liegen, die zwecks Begründung wissenschaftlicher Geltungsansprüche einer kritischen Aufklärung bedürfen. Eben diese Aufgabe fällt seit je her der Philosophie zu.

Begleitend zur Vorlesung ist ein Lektüreseminar obligatorisch, das Gelegenheit bietet, über die Diskussion einschlägiger philosophischer Positionen ein vertieftes Problemverständnis zu erlangen.
Literatur: Literatur wird in der Vorlesung bekannt gegeben.


●  0501152, Prof. Dr. Franz-Peter Burkard: Religionen der Antike. Die Religion der Griechen (Vorlesung), montags, 10:00 bis 12:00 Uhr, ab 20.04.2015, 2 SWS

Hinweis: Die Vorlesung findet in Raum U 18, Sanderring 2 (Keller) statt.
Inhalt: Die Religion der Griechen. Die Vorlesung gibt eine Einführung in Geschichte, Mythologie und Kult der griechischen Religion.

Theologie

● 0170005, Prof. Dr. Dr. Gerhard Droesser: Christliches Handeln in der Verantwortung für die Welt (Vorlesung), dienstags, 14:00 bis 16:00 Uhr, Neue Universität, Hörsaal 318, ab 14.04.2015, 2 SWS

Inhalt: Ausgehend von Max Webers Theorie der okzidentalen Rationalität sollen die Ethosformen der Kultur in der wir leben, näher dargestellt werden. Die Systemtheorie Talcott Parsons' dient uns als Wegweiser, den Begriff "Gesellschaft" funktional zu differenzieren: Es gilt, die Eigenart sozialer Subsysteme und des durch sie jeweils ermöglichten und geforderten sozialen Handelns darzustellen. Zu erwarten ist, dass wir mit unterschiedlichen Rationalitätsmustern konfrontiert werden; wenn man diese Rationalitäten und ihre Leistungen formal an der Frage nach dem Guten Leben misst, ist unschwer zu erkennen, dass sie so harmonisch nicht aufgehen, wie das Konzept Parsons' nahelegt. Vielmehr enthalten sie Potentiale, die in der Immanenz des Subsystems wie in seinen Systemumwelten zerstörerisch wirken können. Insofern ist jedes systemisch objektivierte Ethos kein Selbstläufer, sondern muss von einer sachadäquaten ethischen Reflexion begleitet und gestaltet werden.


● 0160700 Prof. Dr. Martin Stuflesser: Das liturgische Jahr – Feiern im Rhythmus der Zeit (Vorlesung), montags, 13:00 bis 14:00 Uhr, Paradeplatz 4, Seminarraum 302, ab 20.04.2015 (Andreas Köbinger), dienstags, 16:00 bis 18:00 Uhr, Paradeplatz 4, Seminarraum 302, ab 21.04.2015, 3 SWS

Hinweis: montags hält die Vorlesung Andreas Köbinger, dienstags Martin Stuflesser

Inhalt: Das II. Vatikanische Konzil bezeichnet das liturgische Jahr als die Entfaltung des Pascha-Mysteriums im Jahreskreis (vgl. SC, Art. 102). Die Vorlesung erschließt die Theologie und die Struktur des liturgischen Jahres.
Schwerpunktthemen sind zunächst die Entstehung und Bedeutung des Sonntags als des christlichen Urfeiertages. Die Vorlesung erschließt die Hochfeste und die einzelnen Festkreise.
Weitere Themen sind der Kalender, die Frage der Heiligenverehrung und die Erschließung unterschiedlicher Festtypen. Aktuelle Themen und Fragestellungen wie das Verhältnis von christlichen Festen und Moderne, etc. bilden einen Ausblick.

Literatur: Auf der Maur, H. Feiern im Rhythmus der Zeit I. Herrenfeste in Woche und Jahr (GdK 5), Regensburg 1983; Harnoncourt, P./Auf der Maur, H. Feiern im Rhythmus der Zeit III/1. Der Kalender. Feste und Gedenktage der Heiligen (GdK 6,1), Regensburg 1994; Bieritz, K.H. Das Kirchenjahr, München 1994.


● 0160600, Prof. Dr. Martin Stuflesser: Die Feier der Eucharistie (Vorlesung), mittwochs, 10:00 bis 12:00 Uhr, Paradeplatz 4, Seminarraum 302, ab 15.04.2015, 2 SWS

Inhalt: Das II. Vatikanische Konzil bezeichnet die Feier der Eucharistie „Mitte und Höhepunkt des ganzen Lebens der christlichen Gemeinde“ und als „Quelle und Höhepunkt des ganzen christlichen Lebens“ (vgl. LG, Art. 11; SC, Art. 10; CD, Art. 30). Von Anbeginn der Kirche versammeln sich die frühen Christen zum Lesen in der Heiligen Schrift und zum Brechen des Brotes (LK 24; 1 Kor 11), sie folgen der Weisung: „Tut dies zu meinem Gedächtnis!“ und feiern Eucharistie: die große Danksagung für das Heilshandeln Gottes in Jesus Christus (vgl. SC, Art. 5).
Und bis heute versammeln sich zu keinem anderen Gottesdienst regelmäßig so viele Christen wie zur Feier der heiligen Messe. Deshalb steht die Eucharistie im Zentrum des liturgischen Lebens und verdient alle theologische Aufmerksamkeit und pastorale Sorgfalt.
Die Vorlesung wird in liturgiehistorischer Perspektive die Grundzüge der geschichtlichen Entwicklung vorstellen, in liturgiesystematischer Perspektive das Zueinander von Sinn- und Feiergestalt der Messe im römischen Ritus erschließen und dabei auch die heutigen pastoralliturgischen Fragen behandeln.

Literatur: Meyer, Hans-Bernhard. Eucharistie. Geschichte, Theologie, Pastoral. Mit einem Beitrag von Irmgard Pahl (Gottesdienst der Kirche 4), Regensburg 1989; Meßner, Reinhard. Einführung in die Liturgiewissenschaft. Paderborn 2001, bes. 150-222; Stuflesser, Martin. Eucharistie. Liturgische Feier und theologische Erschließung. Regensburg 2013; Schneider, Theodor. Zeichen der Nähe Gottes. Grundriss der Sakramententheologie. Mainz 71998, bes. 115-183.


● 0150300, Prof. Dr. Heribert Hallermann: Das Verfassungsrecht der lateinischen Kirche (Vorlesung), montags, 10:00 bis 12:00 Uhr, Paradeplatz, Seminarraum 302, ab 13.04.2015, 2 SWS

Inhalt: Die Kirche ist verfasst als die Gemeinschaft der Gläubigen und zugleich als hierarchische Gemeinschaft. Das kirchliche Verfassungsrecht reflektiert beide grundlegenden Gegebenheiten der Kirche und beginnt – erstaunlicherweise – nicht mit dem Papst, sondern mit den Gläubigen und ihrer aktiven Teilhabe an der Sendung der Kirche. Aufbauend darauf werden die drei Verfassungsebenen der lateinischen Kirche vorgestellt: Die Gesamtkirche, die Teilkirche und die Pfarrei.
Im Kontext des kirchlichen Verfassungsrechts stellen sich wichtige Fragen: Sind die Gläubigen aktive Subjekte in der Kirche oder Objekte der Seelsorge? Wie kann das Verhältnis zwischen „Hauptamtlichen“ und „Ehrenamtlichen“ in einer Pfarrei beschrieben werden? Warum kann nur ein Priester eine Pfarrei leiten? Welche Aufgaben hat ein Diözesanbischof? Wer ist Träger höchster Autorität in der Kirche? Und in welchem Verhältnis stehen Teilkirchen und Gesamtkirche zueinander?

Daneben soll auch Raum sein, um eigene Fragen der Studierenden oder aktuelle Fragen anzusprechen. Die Art des Leistungsnachweises wird mit den Studierenden zu Beginn des Semesters vereinbart.
Literatur: Hinweise zur Literatur werden in der Lehrveranstaltung gegeben.


● 0120200, Prof. Dr. Franz Dünzl: Christliche Lebensführung (Taufe, Eucharistie, Buße) in der frühen Kirche (Vorlesung), donnerstags, 17:00 bis 18:00 Uhr, Neue Universität, Hörsaal 318, ab 16.04.2015, 1 SWS

Inhalt: Die Vorlesung thematisiert die zentralen Vollzüge christlichen Lebens in der Zeit der frühen Kirche, insbesondere die Geschichte des Katechumenats und der Taufe, die Entwicklung der frühchristlichen Mahlfeiern sowie die Ausformung und Veränderungen der altkirchlichen Bußpraxis.

Literatur: N. Brox, Kirchengeschichte des Altertums, Düsseldorf 6. Aufl. 1998. E. Dassmann, Kirchengeschichte I; II/1; II/2, Stuttgart u.a. 2. Aufl. 2000; 1996; 1999. A. Fürst, Die Liturgie der Alten Kirche. Geschichte und Theologie, Münster 2008. K.S. Frank, Lehrbuch der Geschichte der Alten Kirche, Paderborn 2. Aufl. 1997. B. Kleinheyer, Die Feiern der Eingliederung in die Kirche. In: GDK 7/1, Regensburg 1989, 1-95. R. Meßner, Feiern der Umkehr und Versöhnung. In: GDK 7/2, Regensburg 1992, 49-168. H.B. Meyer, Eucharistie. In: GDK 4, Regensburg 1989, 61-182.

● 0130000, Prof. Dr. Wolfgang Weiß: Vom Barock zur katholischen Aufklärung – Kirchliches Leben in Franken im 17. und 18. Jahrhundert (Vorlesung), montags, 17:00 bis 18:00 Uhr, Neue Universität, Hörsaal 317,  1 SWS

Psychologie

● 0502306, Prof. Dr. Lynn Huestegge: Einführung in die Methoden der Psychologie (Vorlesung), montags, 16:00 bis 18:00 Uhr, Physiologie-Hörsaal, ab 13.04.2015, 2 SWS

Inhalt: Die Vorlesung erstreckt sich über 2 Semester.  Im ersten Teil der Vorlesung (jeweils SS) werden primär wissenschaftstheoretische Grundlagen psychologischer Forschung behandelt, z.B.:
•    Was ist Methodenlehre und wozu braucht man sie?
•    Grundlegende Zugänge zum Erleben, zu mentalen Prozessen und zum Verhalten
•    Introspektion: Grundlagen und Grenzen
•    Grundprinzipien der Wissenschaft: Struktur und Grenzen von Wissen und Erkenntnis
•    Definitionslehre & wissenschaftliche Begriffsbildung
•    Dualismus in der Psychologie
•    Rationalismus und Empirismus
•    Analytische und synthetische Sätze in der Psychologie
•    Gesetze und Determinismus
•    Der freie Wille: Kompatibilismus vs. Inkompatibilismus
•    Realismus und Idealismus
•    Linguistic turn, Logik und Wissenschaftstheorie
•    Erklärungen, Ursachen, Zufall
•    Verstehen und Hermeneutik
•    Modelle und Theorien in der Psychologie
•    Wahrheitstheorien
•    Induktive vs. deduktive Forschung
•    Wissenschaftstheorien: logischer Empirismus, kritischer Rationalismus, Strukturalismus und geschichtlich-soziologische Ansätze

Bildungswissenschaft

●  0503213, Prof. Dr. Joachim Petsch: Lehren und Lernen (Vorlesung), montags, 16:00 bis 18:00 Uhr, Zentrales Hörsaal- und Seminargebäude, Hörsaal 0.001, ab 20.04.2015, 2 SWS

Inhalt: Lehren und Lernen sind zwei zentrale pädagogische Handlungsvollzüge, denn im Doppeltakt von Lehren und Lernen vollzieht sich Bildung. Dabei meint Lehren nur bedingt die organisierte Lehrveranstaltung, sondern alle Formen, in denen uns Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten nahe kommen. Gleiches gilt für das Lernen, das ganz dicht mit unseren Lebensvollzügen verbunden ist. Wir lernen während unserer gesamten Lebensspanne.
In der Vorlesung geht es zum einen um die Frage, wie effektives Lehren so gestaltet werden kann, dass es Lust zum Lernen macht. Zum anderen werden wir uns anschauen, wie Lernen funktioniert. Dazu gehören vor allem Konzepte der Lern- und Gedächtnispsychologie sowie der Neurobiologie. Und ganz praktisch wird es, wenn wir uns mit Lernstilen, -strategien und -techniken beschäftigen.

Literatur: Die Literatur wird in der ersten Veranstaltung bekannt gegeben.
Lehrinhalte: Pädagogische Theorien des Lehrens und Lernens, didaktische Theoriebildung, Methodenreflexion Analyse und Planung adressatenorientierter Lehr-Lernprozesse.

Klassische Archäologie

● 0405002, Prof. Dr. Stephanie Böhm: Bilder griechischer Mythen (Vorlesung), dienstags, 14:00 bis 16:00 Uhr, Residenz – Toscanasaal, ab 21.04.2015, 2 SWS

Altorientalistik

● 0405302, Prof. Dr. Daniel Schwemer: Grundzüge der Altvorderasiatischen Geschichte (Vorlesung), mittwochs, 10:00 bis 11:00 Uhr, Residenz – Bibliothek LS Altorientalistik, ab 22.04.2015, 1 SWS

● 0405303, Prof. Dr. Nils P. Heeßel: Grundzüge der Vorderasiatischen Archäologie (Vorlesung), mittwochs, 11:00 bis 12:00 Uhr, Residenz – Bibliothek LS Altorientalistik, ab 22.04.2015, 1 SWS

Alte Geschichte

● 0407403, Prof. Dr. Rene Pfeilschifter: Das frühe Rom und der Aufstieg der Republik (Vorlesung), mittwochs, 16:00 bis 18:00 Uhr, Philosophiegebäude am Hubland, Hörsaal 3, ab 22.04.2015, 2 SWS

Inhalt: Der Untergang Trojas, die Wölfin, gute und böse Könige – nichts wußten die Römer späterer Zeit über den Beginn ihres Staates, und so behalfen sie sich mit Legenden und Spekulationen. In der Vorlesung wird es darum gehen, was wir Heutige wissen können von den Etruskern, den Anfängen der Siedlungen auf den Hügeln, der Königszeit und der Gründung der Republik. Es ist, das sei schon jetzt gesagt, nicht wesentlich mehr. Der Bogen der Vorlesung spannt sich aber noch weiter, über das fünfte und das vierte Jahrhundert v. Chr. hinweg bis zur historisch helleren Zeit der Samnitenkriege, aus denen Rom zu Anfang des dritten Jahrhunderts als Vormacht Mittelitaliens hervorging. Gleichzeitig waren die heftigen inneren Auseinandersetzungen der frühen Republik einigermaßen überwunden, Kämpfe, über deren Charakter wir nur wenig sagen können, in deren Verlauf aber ein starkes, leistungsfähiges Gemeinwesen entstand. Die Römer selbst führten ihren Erfolg auf ihre Tüchtigkeit und ihren Gottesglauben zurück, die Griechen auf die vorzügliche Verfassung, und wir –? Unter Vermeidung aller Teleologie und trotz unserer diffusen Kenntnis der Frühgeschichte drängt sich doch die alte Frage auf, warum gerade dieses Städtchen einen so erstaunlichen Aufschwung nahm.

Literatur: Wolfgang Blösel, Die römische Republik. Forum und Expansion (C. H. Beck Geschichte der Antike), München 2015; Gary Forsythe, A Critical History of Early Rome. From Prehistory to the First Punic War, Berkeley u. a. 2005; T. J. Cornell, The Beginnings of Rome. Italy and Rome from the Bronze Age to the Punic Wars (c. 1000–264 BC) (Routledge History of the Ancient World), London 1995; Jochen Bleicken, Geschichte der Römischen Republik (Oldenbourg Grundriss der Geschichte 2), München 19995.
Hinweise: Informationen zur Vorlesung auch auf der Homepage des Lehrstuhls für Alte Geschichte.

Mittelalterliche Geschichte

● 0407303, PD Dr. Stefan Petersen:  Die Entstehung des mittelalterlichen Europas – Von der Völkerwanderung bis zum Aufstieg der Karolinger (Vorlesung), dienstags, 12:00 bis 14:00 Uhr, Philosophiegebäude am Hubland, Hörsaal 4, ab 21.04.2015, 2 SWS

Inhalt: Für die europäische Geschichte war die Zeit zwischen der sogenannten germanischen Völkerwanderung und dem Aufstieg der Karolinger von großer Bedeutung: In dieser Epoche wurde zum Beispiel über das Erbe der römischen Antike, über den politischen Grundriss Westeuropas als einer Gemeinschaft von Nationen und Staaten sowie über die Dominanz des Christentums römischer Prägung entschieden. In der Vorlesung werden diese Transformationsvorgänge vom 5. bis zum 9. Jahrhundert im Überblick dargestellt.

Literatur: Josef Fleckenstein, Grundlagen und Beginn der deutschen Geschichte (Deutsche Geschichte, hg. v. Joachim Leuschner, Bd. 1) 3. Aufl. Göttingen 1988; Hans-Werner Goetz, Europa im frühen  Mittelalter (500-1050) (Handbuch der Geschichte Europas, hg. v. Peter Blickle, Bd. 2) Stuttgart 2003 (UTB 2427); Jochen Martin, Spätantike und Völkerwanderung (Oldenbourg Grundriss der Geschichte Bd. 4) 4. Aufl. 2000; Reinhard Schneider, Das Frankenreich (Oldenbourg Grundriss der Geschichte Bd. 5) 4. Aufl. München 2001; Johannes Fried, Die Formierung Europas 840-1046 (Oldenbourg Grundriss der Geschichte Bd. 6) 3. Aufl. München 2008; Reinhold Kaiser, Das römische Erbe und das Merowingerreich (Oldenbourg Enzyklopädie deutscher Geschichte 26) 3. Aufl. München 2004; Eugen Ewig, Die Merowinger und das Frankenreich, 5. Aufl. Stuttgart/Berlin/Köln 2006 (Urban TB 392).

Neuere Geschichte

● 0407103, Prof. Dr. Anuschka Tischer: Das Heilige Römische Reich 1658 – 1806 (Vorlesung), mittwochs, 14:00 bis 16:00 Uhr, Philosophiegebäude am Hubland, Hörsaal 4, ab 22.04.2015, 2 SWS

Literatur: Helmut Neuhaus. Das Reich in der Frühen Neuzeit (= Enzyklopädie deutscher Geschichte Bd. 42). München 1997.

Neueste Geschichte

● 0407204, Prof. Dr. Peter Hoeres: Die USA nach dem Zweiten Weltkrieg (Vorlesung), donnerstags, 10:00 bis 12:00 Uhr, Philosophiegebäude am Hubland, Hörsaal 1, ab 23.04.2015, 2 SWS

Inhalt: Die USA hatten nach dem Zweiten Weltkrieg als Sieger-, Besatzungs- und Schutzmacht entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung (West-)Deutschlands. Als eine der beiden Supermächte prägten sie wesentlich den Kalten Krieg und dessen Auswirkungen in allen Teilen der Welt. Amerikanisierung und Antiamerikanismus kennzeichnen die Auswirkungen dieser Hegemonie. Zugleich erlebte die USA in Vietnam die Grenzen ihrer Macht. Im Inneren war die USA von zahlreichen Transformationsprozessen und Konflikten geprägt, die in den Bürgerrechts- und Studentenunruhen der 1960er und 1970er Jahre kulminierten. In der Ära Reagans wurde der amerikanische Machtanspruch restauriert und in vielen Sektoren die Grundlagen für unsere Gegenwart gelegt. Bis heute sind die USA eine Projektionsfläche, auf die wir unsere Träume und Albträume projizieren. Die Vorlesung stellt grundlegende politische, kulturelle und gesellschaftliche Entwicklungen der amerikanischen Geschichte in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts besonders in ihren Auswirkungen auf Deutschland und Europa vor.

Literatur: Manfred Berg: Geschichte der USA. München 2013. Peter Hoeres, Außenpolitik und Öffentlichkeit. Massenmedien, Meinungsforschung und Arkanpolitik in den deutsch-amerikanischen Beziehungen von Erhard bis Brandt, München 2013. Detlef Junker (Hg.): Die USA und Deutschland im Zeitalter des Kalten Krieges 1945-1990. Ein Handbuch, 2 Bände. Stuttgart 2001.

Fränkische Landesgeschichte

● 0407503, Prof. Dr. Helmut Flachenecker: Franken im 12. Jahrhundert – Der königliche Einfluss im Wechselspiel mit einheimischen Territorialherren (Vorlesung), dienstags, 14:00 bis 16:00 Uhr, Philosophiegebäude am Hubland, Hörsaal 5, ab 21.04.2015, 2 SWS

Inhalt: Franken bildete im 12. Jahrhundert eine Kernprovinz staufischer Macht. Diese Entwicklung begann bereits mit Konrad III., den „zum Franken gewordenen Stauferkönig“, wie er von Werner Goez bezeichnet wurde. Das Aussterben der Grafen von Comburg-Rothenburg nach 1108 bzw. 1116 brachte für die Staufer den befestigten Ort Rothenburg sowie die Vogtei über das Kloster Comburg ein. Einen weiteren Schwerpunkt staufischer Macht in Franken bildete die Zisterzienserabtei Ebrach. Die Präsenz Konrads in seiner Regierungszeit 1138-1152 blieb hoch: In Würzburg war er 19, in Nürnberg 9mal und in Bamberg 8mal. Der Ausbau Nürnbergs, für die Position des staufischen Königtums zentral, ging auf Kosten Bambergs. Der häufige Königsdienst führte für Würzburg auch zur Anhäufung erheblicher Schulden. Die zahlreichen Hoftage Konrads III. wie Friedrichs I. mit teilweise wochenlangen Aufenthaltsdauern des königlichen Hofes zerrten schwer an der bischöflichen Gastungspflicht und dessen finanziellen Ressourcen, sogar eine Hochzeit musste finanziert werden. Diese Nähe zu den Staufern brachte dem Bistum 1168 die ‚Güldene Freiheit’, ein schwieriges Erbe für Würzburg. Die Vorlesung will einen Überblick über die Ereignisse im 12. und 13. Jahrhundert geben, die für die weitere Entwicklung Frankens zentral wurden.

Literatur: Peter Herde, Das staufische Zeitalter, in: Unterfränkische Geschichte 1, Würzburg 1990, S. 333-366. – Rainer Leng, Würzburg im 12. Jahrhundert, München 2012.

Politikwissenschaft und Soziologie

● 0507302, Dr. Thomas Leuerer: Zeitgeschichte I (Vorlesung), dienstags, 10:00 bis 12:00 Uhr, Wittelsbacherplatz – 00.401 (HS 1), ab 14.04.2015, 2 SWS

● 0507303, Dr. Thomas Leuerer: Zeitgeschichte II (Vorlesung), montags, 14:00 bis 16:00 Uhr, Wittelsbacherplatz – 02.401 (HS II), ab 13.04.2015, 2 SWS

Medizinische Fakultät

● 0382300, Prof. Dr. Martin Krupinski, Dr. Barbara Heeger: „Forensische Psychiatrie“ für Mediziner, Psychologen, Juristen und Pädagogen (Vorlesung), donnerstags, 16:30 bis 18:00 Uhr, ZEP-Hörsaal, ab 16.04.2015, 2 SWS

● 0304040, Prof. Dr. Dr. Hermann Faller: Medizinische Psychologie und Medizinische Soziologie (Vorlesung), montags, 08:15 bis 09:45 Uhr, Physiologisches Institut, großer Hörsaal, ab 20.04.2015, 2 SWS
Bitte beachten Sie, dass die Vorlesung in diesem Sommersemester im großen Hörsaal des Physiologischen Instituts stattfindet.

Physik und Astronomie

● 0911048, Prof. Dr. Werner Porod: Theoretische Elektrodynamik (Vorlesung), montags und mittwochs, jeweils 12:00 bis 14:00 Uhr,  Physik – Hörsaal HS P, 4 SWS


● 0922032, Prof. Dr. Thorsten Ohl: Theoretische Teilchenphysik (Vorlesung), dienstags und mittwochs, jeweils 14:00 bis 16:00 Uhr, Physik West – Seminarraum SE 22.00.017, 4 SWS

Inhalt: Grundkonzepte der modernen Elementarteilchentheorie (Symmetrie, Eichprinzip, spontane Symmetriebrechung, Asymptotische Freiheit, Confinement) und Einführung in das Standardmodell der elektroschwachen und starken Wechselwirkung von Leptonen und Quarks.

 

Informatik

● 0508318, Prof. Dr. Marc Latoschik: Multimodale Interaktion (Vorlesung), donnerstags, 14:00 bis 16:00 Uhr, Zentrum für Mediendidaktik, Hubland Süd, Hörsaal 103, ab 16.04.2015, 2 SWS

 

Verantwortlich im Auftrag der Hochschulleitung: Prof. Dr. Wolfgang Riedel, Hauptamtlicher Vizepräsident der Universität für Studium, Lehre und Baumaßnahmen, Inhaber des Lehrstuhls für neuere deutsche Literatur- und Ideengeschichte

Koordination: Dr. Petra Zaus

Kontakt: petra.zaus@uni-wuerzburg.de